Zum Ortsverein Kurl

Ein Verein mit Tradition


Der Imkerverein Dortmund - Kurl blickt auf eine 125 jährige Vereinsgeschichte zurück.

Im Jahr 1889 wurde von 17 Mitgliedern in einer Generalversammlung ein

 Zweigverein für Bienenzucht für Courl und Umgebung zu gründen beschlossen. (Protokollbuch)

Alte Diplome für ein verdientes Mitglied
und das !Original  Protokollbuch von 1889! 
des I V Dortmund- Kurl.
Präsentiert von Günter Zellmer (re.) und 
Norbert Lücking (li.)

Als Bienenzuchtverein „Courl“ Überstand er die vielen Jahrzehnte unbeschadet. Durch die Wirren der Kriege kam das Vereinsleben jedoch mehrmals fast zum Erliegen.

Dank des Engagements der jeweiligen Vereinsvorsitzenden fand der Verein aber jedes Mal zu seinen Aufgaben zurück. Hervorzuheben sind vor allem die Verdienste des Vereinsgründers und ersten Vorsitzenden Ludwig Kreutzkamp, der 45 Jahre ohne Unterbrechung den Verein leitete. 

                                                            

                                       Ludwig Kreutzkamp vor seinem Bienenhaus in Dortmund - Kurl, vermutlich um 1900.

In dieser Tradition wurde der Verein von allen nachfolgenden Vorsitzenden weitergeführt. Zu erwähnen ist auch unser Ehrenvorsitzende Günter Zellmer der den Verein 21 Jahre leitete und das Amt im Februar 2002 an Norbert Lücking weiter gab. Am 07.Jan.2011 gab dieser sein Amt aus privaten Gründen ab. Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Christian Herrmann  am 07.Jan. 2011 von den Mitgliedern gewählt, der seit dem, den Imkerverein Dortmund- Kurl als 1.Vorsitzender leitet. Der Imkerverein Dortmund - Kurl besteht zur Zeit aus 14 naturverbundenen passiven und 42 aktiven Mitgliedern, die ca. 275 Bienenvölker bewirtschaften.

Auf Beschluss der Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung am 10. Jan. 2014 wurde die Eintragung des Imkervereins Kurl in das Vereinsregister sowie die Beantragung der Gemeinnützigkeit beschlossen.

Seit Februar 2014 ist der Imkerverein Kurl gemeinnützig und am 21.03.2014 wurde der Imkerverein Kurl in das Vereinsregister beim Amtsgericht Dortmund eingetragen.

 

Imkerei seit dem Mittelalter

Im Mittelalter war der Stand der Zeitler (Imker) ein sehr angesehener Berufsstand, der die Kirchen mit Wachs als Ausgangsmaterial für die dringend benötigten Kerzen versorgte, und desweiterem mit der Produktion von Honig das einzige Süßungsmittel produzierte. Bienenvölker gehörten auf Grund ihrer Bedeutung daher zum natürlichen Bild auf einem Bauernhof. In der heutigen Zeit sind die Bienenprodukte mehr oder weniger durch industriell hergestellte Waren verdrängt worden. Historisch bedingt sind Imkervereine aber aus dieser wichtigen Vergangenheitsrolle heraus schon immer eine heterogene Gemeinschaften gewesen. Viele Pastore, Lehrer, Amtmänner, Vorsteher und Angehörige aller Berufs, - und Handwerkerzweige arbeiteten und beschäftigten sich eingehend mit diesen kleinen Geschöpfen, die eine so wichtige Rolle in der Versorgung der Gesellschaft spielten. Diese Bedeutung kommt der Biene heute nicht mehr zu. Was geblieben ist, ist die Qualität ihrer Produkte, ihre entscheidende und unverzichtbare Bedeutung für eine intakte Umwelt und die heterogene Zusammensetzung der Vereine, die ein lebhaftes Vereinsleben garantieren.

Imkerei heute
Mit dem Schwinden der wirtschaftlichen Bedeutung der Biene sank aber leider die Bereitschaft vieler sich dieser interessanten Beschäftigung weiter zu widmen. Denn mit der Imkerei sind in der heutigen Zeit keine Reichtümer zu verdienen. Als Hobby deckt die Imkerei bei ausreichender Stärke gerade die Unkosten und vor jedem gewonnen Glas Honig steht viel Mühe und Arbeit.

Als Imker steht daher nicht das Streben nach reichhaltigem Gewinn im Vordergrund, sondern der aktive Umgang mit der Natur. Der Jahresverlauf, vom Frühjahr mit den ersten Weidenkätzchen und dem Erwachen der Bienen aus dem Winterschlaf, über den Sommer mit seinen blühenden Linden und Wiesen und bis zum Herbst mit seinen Pollen spendenden Blumen und Pflanzen wird viel bewusster erlebt. Abgesehen von der ökologischen Katastrophe einer Natur ohne Bienen und der mit ihr verbundene Bestäubungsleistung, - z. B. werden ca. 80 % - 85 % aller geernteten Früchte durch unsere Honigbienen befruchtet - ist für einen Zeitgenossen, der einmal mit Bienen gearbeitet hat und diesen Mikrokosmos bestaunen durfte ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellbar.

Die Zukunft der Imkerei
Die Informationslücke die diesbezüglich herrscht ist groß. Nachwuchssorgen sind daher ein Thema, mit dem sich die Imkervereine in der heutigen Zeit auseinandersetzen müssen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wird durch den Verein gezielte Aufklärungsarbeit bereits in Kindergärten und Schulen geleistet. Mit Hilfe von Bienenvölkern in Schaukästen und Lehrunterlagen wird durch aktive Imker die wichtige Rolle der Biene als aktiver Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt vermittelt. Auch die Präsenz auf öffentlichen Veranstaltungen, wie z.B. im Rahmen des 100 jährigen Bestehen der Berufsfeuerwehr Dortmund anlässlich des " Tages der offenen Tür " auf der Wache der Berufsfeuerwehr in Dortmund-Neu Asseln im Mai 2001, sowie bei der Zentralveranstaltung in der Stadtmitte der Stadt Dortmund im am 29. September 2001 wird als Informationsforum für die öffentlichkeit genutzt. Durch diesen ersten hautnahen Kontakt zu den Bienen sollen mögliche Ängste und Vorurteile abgebaut und das Interesse an der Imkerei geweckt werden.

Aber auch aktuell informiert der Imkerverein auf Veranstaltungen wie zb. jedes Jahr auf dem Frühlingsfest und Primeurfest der EDG, auf dem Kompostwerksgelände, sowie dem Brackeler Oktoberfest und dem Nikolausmarkt vor der Kirche Brackel. Auch auf dem Honigtag am 20.10.2013, sowie vor der Rewe in Husen am 28.06.2014 war/wird der Imkerverein Dortmund- Kurl mit einem Info und Verkaufsstand vertreten sein. Der Verein ist zuversichtlich durch diese Aktivitäten auch zukünftig die Mitgliederzahl konstant zu halten, bzw. sogar zu steigern.