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Wespen, Wildbienen,
Hornissen und Bienen
Schon seit längerer Zeit verfolge ich den Volksaufbau eines
Wespennestes in einem Nistkasten für Vögel.
Gut geschützt im Kasten haben die Wespen bereits ihr Papiernest
erweitert und um das Flugloch nach außen verlagert.

Den Nistkasten hatte ich in etwa 2 m Abstand vom Standplatz meiner
Bienen aufgehängt. Keine Veranlassung habe ich gesehen das
Wespennest zu entfernen:
1. weil das Nest zweckentfremdet von Fremdlingen benutzt wird,
2. obwohl Wespen zur Deckung ihres Eiweißbedarfs auch mal eine
Biene fressen,
3. Wespen sich stark vermehren in Jahren mit hohem
Blattlausvorkommen (Futter) und dadurch schädlich für die
Honigtauerzeuger sind,
4. und Wespen das Obst zu dieser Zeit anfressen.
Auf
nebenstehendem Bild werden die Birnen von Wespen ausgehöhlt. Auf
dem jungen Baum ist nicht eine Birne unversehrt.
Wespen überfallen auch schwache Bienenvölker.
Diese Dinge gehören zur Natur dazu wie wir Menschen auch. Deshalb
betrachte ich die Verfolgung unserer Mitgeschöpfe auch als völlig
unangebracht. Bei ungünstigerem Wetter wird sich die große Menge
an Wespen schnell reduzieren und schließlich ganz verschwinden im
Kreislauf eines jeden Jahres.
Übrigens: Bis jetzt habe ich in meinem Leben vielleicht 2 bis 3
Wespenstiche bekommen. Für einen Imker, der jährlich etwa 100
Stiche bekommt ist das völlig unerheblich!
gez. Udo Hartmann "Imker aus Leidenschaft"
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